Pädagogischer Mehrwert von Schülerfirmen

Mit dem Angebot „Schülerfirma“ kann Schule:

  • Schlüsselkompetenzen entwickeln

    Schülerfirmen schaffen vielfältige Lernanlässe und stärken damit die Gestaltungs-, Umsetzungs- und Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen: Sie werden motiviert, eigene Ideen zu entwickeln, und sie lernen, wie sie ihre Ideen ausgestalten und in die Tat umsetzen können. Das selbstständige Agieren im Team schult die Problemlösungskompetenz, die Kommunikationsfähigkeit, die Konfliktfähigkeit und den Teamgeist der Schülerinnen und Schüler. Durch die Gründung und die Führung ihres eigenen Unternehmens erschließen sich die Schülerinnen und Schüler zudem ökonomisches Basiswissen und wirtschaftliche Zusammenhänge.

  • Erfolgserlebnisse schaffen und Lernmotivation steigern

    Schülerfirmen bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit ihren Stärken und Ideen in die Gruppe einzubringen und sich selbst als wertvollen Teil eines Teams zu erleben. Schülerfirmen schaffen sichtbare Ergebnisse und vermitteln den Schülerinnen und Schülern durch den eigenständigen Arbeitsprozess: Du kannst etwas! Wir trauen dir etwas zu! Das steigert die Freude und Motivation der Kinder und Jugendlichen am schulischen Lernen und erhöht – insbesondere durch stärkeorientiertes Feedback der pädagogischen Fachkräfte – das Gefühl der eigenen Selbstwirksamkeit.

  • Berufswahlkompetenzen steigern

    Schülerfirmen ermöglichen praxisnahe Berufsorientierung und eine gute Vorbereitung auf die ständig wachsenden Anforderungen der Arbeitsgesellschaft. Schülerinnen und Schüler lernen über die Mitarbeit in Schülerfirmen betriebliche Arbeitsbereiche kennen, erproben sich in verschiedenen beruflichen Rollen sowie im unternehmerischen Denken und Handeln und lernen, ihre eigenen Stärken und Schwächen besser einzuschätzen. Diese Erfahrungen helfen ihnen dabei, ihre Berufswahlkompetenz auszubauen und eigene berufliche Perspektiven zu entwickeln. Das verbessert ihre Chancen für einen gelingenden Übergang in die Ausbildung, das Studium oder für eine spätere selbstständige oder abhängige Beschäftigung.

  • Anlässe für Kooperationen schaffen

    Ein Schülercafé erhält einen Einblick in die Arbeitsabläufe eines Restaurants; ein Schülerreisebüro tauscht sich regelmäßig mit einem professionellen Reiseunternehmen zum Thema Kundenberatung aus − Schülerfirmen bieten einen guten Ansatz, mit Partnern der Region zu kooperieren. Die Zusammenarbeit mit Akteuren der Wirtschaft erlaubt sowohl den Jugendlichen als auch den Lehrkräften realistische Einblicke in den Unternehmensalltag zu gewinnen und niedrigschwellige Kontakte zu Unternehmen als potentielle Ausbildungsbetriebe aufzubauen. Die Unternehmen lernen engagierte Jugendliche kennen, denen sie ihre Geschäftsfelder näherbringen und die sie für ihre Branche begeistern können. Sie unterstützen junge Menschen dabei, ihre Stärken zu identifizieren und Kompetenzen zu entwickeln.

  • Die Schule nach außen profilieren

    Vom Projekt Schülerfirma profitieren nicht nur die aktiven Akteure und Partner, sondern es ergeben sich auch positive Effekte für die gesamte Schule. Die Erprobung neuer Unterrichtskonzepte und Projektformen fördert eine innovative Schulentwicklung und stärkt die Profilbildung und das Image der Schule. Das besondere Engagement der Mitarbeitenden der Schülerfirma für die Schulgemeinschaft sowie die Anerkennung der Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern erhöhen die Identifikation mit der Schule. Eine gut funktionierende Schülerfirma ist für die lokalen Medien von großem Interesse und trägt zu einer erhöhten Außenwirkung der gesamten Schule bei.