Das Programm
Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Böhmer unterstützen wir mit dem Programm „GRÜNDERKIDS – früh aufstehen – früh gründen“ seit dem 1. Februar 2009 die landesweite Gründung und die Arbeit von Schülerfirmen.
Als Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und im Rahmen der ego.-Existenzgründungsoffensive des Landes ist es unser Ziel, die Anzahl der Schülerfirmen in Sachsen-Anhalt zu erhöhen und gleichzeitig die Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen zu verstärken.
Schülerfirmen sind pädagogische Projekte, die sich in ihrer Arbeitsweise an realen Unternehmen orientieren. Ihr Wirkungsfeld beschränkt sich auf Schule und das regionale Umfeld. Wir als Landeskoordinierungsstelle Schülerfirmen arbeiten eng zusammen mit verschiedenen Partnern aus Unternehmen und Wissenschaft. Wir wollen Schülerfirmen gezielt in ihrer Arbeit fachlich unterstützen und Geschäftsideen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) besonders unterstützen.
Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des europäischen Sozialfonds (ESF).
Grußwort des Wirtschaftsminsters Dr. Reiner Haseloff
Liebe Schülerinnen und Schüler,
Ihre Geschäftsideen machen jetzt Schule. Mit Unterstützung der vom Land geförderten Koordinierungsstelle „Schülerfirmen Sachsen-Anhalt“ können Sie Ihr eigener Chef werden und in die Welt des Unternehmertums eintauchen.
Für mich ist es jedes Mal spannend zu sehen, wenn Schülerinnen und Schüler innovative Ideen entwickeln und diese eigenverantwortlich umsetzen. Denn bereits während der Schulzeit werden die individuellen Grundlagen für den späteren Weg in die Selbstständigkeit gelegt. Wichtig ist, dass der Unternehmergeist bereits an den Schulen vermittelt und gelebt wird. Deshalb verdient es Respekt und Anerkennung, wenn sich junge Menschen wie Sie frühzeitig mit dem Thema Existenzgründung auseinandersetzen und eine spätere Selbstständigkeit in die berufliche Planung einbeziehen.
Unternehmertum kann das Vergnügen sein, mit Kreativität eigene Ideen zu verwirklichen. Es bedeutet Unabhängigkeit und die Chance auf wirtschaftlichen Erfolg. Es bedeutet aber auch, Verantwortung für sich und seine Mitarbeiter zu übernehmen, Risiken zu tragen. Deshalb ist es wichtig, den Weg in die Selbstständigkeit gut vorbereitet zu gehen. Und es ist ganz sicher richtig, so früh wie möglich – also schon während der Schulzeit – die ersten Schritte zu machen.
Sie müssen sich darüber klar werden, was Sie aus Ihrem Leben machen wollen. Die Gründung einer eigenen Schülerfirma ist ein hervorragender Weg, sich auszuprobieren und eigene Neigungen zu erkunden. Sie verhilft zu mehr Kreativität und Selbstvertrauen, fördert Innovation und Risikobereitschaft und schafft Verständnis für ökonomische Zusammenhänge. In einer Schülerfirma lernen Sie, Projekte zu planen, Chancen und Risiken richtig einzuschätzen, Ressourcen zu akquirieren und gemeinsam mit Partnern die gesteckten Ziele zu erreichen.
Nutzen Sie die Angebote der Koordinierungsstelle. Werden auch Sie zum „Gründer-Kid“. Proben Sie unternehmerisches Handeln im schulischen Umfeld. Die dabei erworbenen Fähigkeiten sind von unschätzbarem Wert für den späteren Berufsweg – auch wenn Sie letztlich nicht den Schritt in die Selbstständigkeit gehen. Deshalb meine Empfehlung: Schauen Sie sich auf den „Gründerkids“-Internetseiten um. Hier finden Sie die passende Unterstützung, um später Ihr eigener Chef zu werden und eigene Ideen zu verwirklichen.
Dr. Reiner Haseloff
Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt
Grußwort des Kultusministers Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Liebe Schülerinnen und Schüler,
ein eigenes Unternehmen zu gründen und sich aktiv am Marktgeschehen zu beteiligen, scheint Euch womöglich noch realitätsfern - vielleicht deshalb, weil die Chancen und Bedingungen der zukünftigen Arbeitswelten manchem noch nicht ausreichend bekannt und vertraut sind. Die Gründung eines Unternehmens gleicht dem Zusammensetzen eines Puzzles, dessen Einzelstücke größtenteils aus dem Prozess heraus erdacht werden müssen. Auch wenn die Arbeit in einem eigenen Unternehmen anspruchsvoll und zeitintensiv ist, soll auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Die Arbeit in der ersten kleinen Firma bietet die Möglichkeit, sich auszuprobieren und eigene Talente sowie Fähigkeiten zu erkennen, die für die spätere berufliche Laufbahn von großer Bedeutung sind.
Liebe Lehrkräfte,
individuell geeignete Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt erschließen sich für junge Menschen nicht immer von selbst. Oftmals bedarf es neuer und origineller Wege, Jugendliche frühzeitig auf die berufliche Zukunft vorzubereiten und ihnen Anhaltspunkte für die Berufswahl zu vermitteln.
In Anbetracht stetig wechselnder Anforderungen an die Arbeitswelt fällt es vor allem jungen Menschen nicht immer leicht, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Daher muss die Suche nach den eigenen Stärken und Interessen frühzeitig beginnen, um sie bestmöglich entfalten und entwickeln zu können. Die spielerische Heranführung an Existenzgründungen ist hierfür ein guter Weg zum Ziel und sollte von der Schule begleitet werden.
Projekte wie Schülerfirmen helfen Jugendlichen, ihre kognitiven, sozialen und wirtschaftlichen Kompetenzen zu entwickeln. Sie lernen, ein Gemeinschaftsprojekt selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu leiten und es zum bestmöglichen Erfolg zu führen. Aber nicht nur Erfolgserlebnisse fördern den Mut, die Selbstständigkeit und stärken unternehmerische Potenziale der Jugendlichen. Auch die erfolgreiche Bewältigung von Problemen schafft Grundlagen für ihr Selbstbewusstsein und einen besseren Start in die Arbeitswelt.
Diese aktive Form des Lernens bedarf der Unterstützung durch die Lehrkräfte. Sie sind die Helfer im Hintergrund, sie bestärken die jungen Firmeninhaber bei der Arbeit und bei der Verwirklichung ihrer Ziele. In einem Klima von Ermutigung, Anerkennung und Enthusiasmus soll selbstbestimmtes Lernen ermöglicht werden.
Ich danke allen Förderern und vor allem den Lehrerinnen und Lehrern, die das Projekt „GRÜNDERKIDS - Früh aufstehen, früh gründen“ unterstützen. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern praktische Erfahrungen, die sie später befähigen, mit Selbstgewissheit und Elan eigene Geschäftsideen in die Berufswelt einzubringen.
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Kultusminister
des Landes Sachsen-Anhalt








